Warum Kuba bestraft werden muss

William Blum ist der Autor von Killing Hope (Die Zerstörung der Hoffnung), das als das beste Buch über die Interventionen des US-Militärs und der CIA seit dem 2. Weltkrieg gilt. Siehe dazu diese Grafik. Auf Blums Website kann man einige Kapitel des Buches auf English lesen. Die US-Regierung gibt zig Millionen Dollar für Anti-Kuba-Propaganda aus, kein Wunder also, dass die Wahrnehmung im Hinblick auf Kuba so verzerrt ist. Im Hinblick auf die USA ist in den Mainstreammedien immer noch die Ansicht vorherrschend, dass sie die Guten sind und stets gute Absichten verfolgen, dabei hin und wieder halt mal über die Stränge schlagen, kann ja mal vorkommen. Das ist ein riesiger Propagandaerfolg. Doch die Wirklichkeit ist erschreckend. Man muss nur mal die USA mit Kuba vergleichen: Die US-Regierung hat etwa 1000 Militärstützpunkte auf der ganzen Welt, das US-Militär ist eine der größten Dreckschleudern und Unterdrücker der Welt, der US-Präsident lässt jede Woche Dutzende Menschen durch Drohnen töten und nimmt den Tod vieler weiterer Menschen kaltblütig in Kauf. Hingegen hat die kubanische Regierung ständig etwa 50 000 Ärzte und Krankenpflegekräfte weltweit im Einsatz und kann bei Katastrophen jederzeit 10 000 Notfallkräfte entsenden – auch in die USA. Sie bietet jedes Jahr 500 armen US-Amerikanern ein kostenloses Studium an. Man kann es auch so sagen: Die USA exportieren Tod und Zerstörung, Kuba exportiert Leben und Hoffnung.

Autor: William Blum, Übersetzung: Susanne Schuster

In der New York Times vom 2. November stand ein langer Artikel über die von Edward Snowden veröffentlichten NSA-Dokumente. Eine Stelle, die meine Aufmerksamkeit am meisten erregte, drehte sich um „Sigint“ – Signals Intelligence, der für abgehörte elektronische Informationen benutzte Begriff. Das Dokument gab an:

„Sigint-Experten müssen die höheren Moralansprüche haben, auch dann wenn Terroristen oder Diktatoren versuchen, unsere Freiheiten auszunützen. Einige unserer Widersacher werden alles Mögliche sagen oder tun, um ihre Sache voranzubringen, wir nicht.“

Ich fragte mich, was das wohl bedeuten möge. Was würde die National Security Agency – als moralisches Prinzip – sich weigern zu sagen oder zu tun?

Gelegentlich frage ich Leute, die jegliche Kritik an der US-Außenpolitik zurückweisen oder rationalisieren: „Was müssten die Vereinigten Staaten in ihrer Außenpolitik tun, um Ihre Unterstützung zu verlieren? Was würde, für Sie, zu weit gehen?“ Ich habe bisher noch keine gute Anwort auf diese Frage erhalten, vermutlich weil die Person, was auch immer sie sagt, Angst davor hat, dass ich darauf hinweisen werde, dass die Vereinigten Staaten dies schon getan haben.

Das Votum der Vereinten Nationen gegen die US-Blockade gegen Kuba – 22 Jahre in Folge

Jahrelang liebten es US-amerikanische Politiker und Medien, Kuba als einen „Schurkenstaat“ zu bezeichnen. Das haben wir seit sehr langer Zeit nicht mehr gehört. Ein Grund dafür ist vielleicht das jährliche Votum in der UN-Generalversammlung über die Resolution, die lautet: „Die Notwendigkeit, das von den Vereinigten Staaten gegen Kuba verhängte wirtschaftliche, kommerzielle und finanzielle Embargo zu beenden.“ Das Votum ist wie folgt verlaufen (ausgenommen Enthaltungen):

Jahr Stimmen (Ja-Nein) Nein-Stimmen
1992 59-2 USA, Israel
1993 88-4 USA, Israel, Albanien, Paraguay
1994 101-2 USA, Israel
1995 117-3 USA, Israel, Usbekistan
1996 138-3 USA, Israel, Usbekistan
1997 143-3 USA, Israel, Usbekistan
1998 157-2 USA, Israel
1999 155-2 USA, Israel
2000 167-3 USA, Israel, Marshall-Inseln
2001 167-3 USA, Israel, Marshall-Inseln
2002 173-3 USA, Israel, Marshall-Inseln
2003 179-3 USA, Israel, Marshall-Inseln
2004 179-4 USA, Israel, Marshall-Inseln, Palau
2005 182-4 USA, Israel, Marshall-Inseln, Palau
2006 183-4 USA, Israel, Marshall-Inseln, Palau
2007 184-4 USA, Israel, Marshall-Inseln, Palau
2008 185-3 USA, Israel, Palau
2009 187-3 USA, Israel, Palau
2010 187-2 USA, Israel
2011 186-2 USA, Israel
2012 188-3 USA, Israel, Palau
2013 188-2 USA, Israel

Jeden Herbst ist das UN-Votum eine willkommene Erinnerung daran, dass die Welt nicht vollkommen verrückt geworden ist und dass das US-Imperium nicht vollkommen die Meinungen anderer Regierungen kontrolliert.

Der kubanische Außenminister Bruno Rodriguez erklärte in seiner Ansprache an die Generalversammlung am 29. Oktober: „Der wirtschaftliche Schaden infolge der seit mehr als 50 Jahren aufrechterhaltenen Blockade beläuft sich auf 1,126 Billionen US-Dollar.“ Er fügte hinzu, dass die Blockade „unter der Regierung Obama noch weiter verschärft wurde“ – 30 ausländische und US-Organisationen wurden mit Bußgeldern in Höhe von 2,446 Mrd. US-Dollar belegt wegen ihrer Geschäftstätigkeit mit Kuba.

Der US-Gesandte Ronald Godard sagte jedoch in seinem Appell an andere Länder, gegen die Resolution zu stimmen:

„Die internationale Gemeinschaft … kann nicht guten Gewissens ignorieren, mit welcher Leichtigkeit und Häufigkeit das kubanische Regime Kritiker zum Schweigen bringt, friedliche Versammlungen stört, unabhängigen Journalismus erschwert und, trotz positiver Reformen, einige Kubaner weiterhin daran hindert, die Insel zu verlassen oder in sie einzureisen. Die kubanische Regierung fährt fort mit ihrer Taktik der politisch motivierten Inhaftierungen, Schikanierung und Polizeigewalt gegen kubanische Bürger.“1

Da haben Sie es. Deshalb muss Kuba bestraft werden. Man kann nur raten, was Herr Godards Antwort sein würde, wenn man ihm sagte, dass in den Vereinigten Staaten während der ersten acht Monate der Occupy-Bewegung mehr als 7 000 Menschen verhaftet wurden2, dass ihre Zeltlager mit Gewalt zerstört wurden, dass viele ihrer Mitglieder von der Polizei körperlich misshandelt wurden.

Liest Herr Godard jemals eine Zeitung oder das Internet oder sieht er fern? Kaum ein Tag geht vorbei in den USA, ohne dass ein Polizist eine unbewaffnete Person erschießt?

Was „unabhängigen Journalismus“ betrifft: Was würde passieren, wenn Kuba ankündigte, dass von nun an jeder im Land jede Art von Medium besitzen könnte? Wie lange würde es dauern, bis CIA-Gelder – geheime und unbegrenzte CIA-Gelder finanzieren alle Arten von Fronten in Kuba – die meisten Medien, die zu besitzen oder kontrollieren es wert sind, besitzen oder kontrollieren würden?

Der wahre Grund für Washingtons ewige Feinseligkeit gegenüber Kuba? Die Furcht vor einem guten Beispiel als Alternative zum kapitalistischen Modell; eine Furcht, die sich über die Jahre immer wieder bestätigt hat, als die Länder der Dritten Welt ihre Bewunderung für Kuba ausdrückten.

Das Embargo begann so: Am 6. April 1960 schrieb Lester D. Mallory, stellvertretender US-Außenminister für Interamerikanische Angelegenheiten, in einem internen Memorandum: „Die Mehrheit der Kubaner unterstützt Castro … Der einzige absehbare Weg, um die einheimische Bevölkerung gegen ihn aufzubringen, ist durch Ernüchterung und Verdrossenheit infolge von wirtschaftlicher Unzufriedenheit und Härte. … alle möglichen Mittel sollten sofort eingesetzt werden, um das wirtschaftliche Leben Kubas zu schwächen.“ Mallory sah „Maßnahmen [vor], die … die größte Wirkung dabei zeigten, Geld- und Warenflüsse an Kuba zu verweigern, Geld- und Reallöhne zu senken, Hunger, Verzweiflung und den Sturz der Regierung herbeizuführen.“ 3 Einige Monate später verhängte die Regierung Eisenhower das erstickende Embargo gegen ihren Dauerfeind.

Eine Neubetrachtung des Kalten Krieges

Ich habe die Einführung zu einem kürzlich in Russland erschienenen Buch geschrieben, das so etwas wie eine Aktualisierung meines Buches Die Zerstörung der Hoffnung (Killing Hope) ist. 4 Hier ist ein kurzer Auszug:

Der Kalte Krieg war kein Kampf zwischen den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion. Es war ein Kampf zwischen den Vereinigten Staaten und der Dritten Welt, der in dem Jahrzehnt nach der Auflösung der Sowjetunion in Haiti, Somalia, Irak, Jugoslawien und andernorts weiterging.

Der Kalte Krieg war kein weltweiter Kreuzzug der USA, um die – wirkliche oder eingebildete – Expansion der Sowjetunion aufzuhalten. Er war ein weltweiter Kreuzzug der USA, um politische und soziale Veränderungen in der Dritten Welt zu blockieren, Veränderungen, denen die US-Machtelite entgegenstand.

Der Kalte Krieg war keine glorreiche und edle Bewegung von Freiheit und Demokratie gegen kommunistischen Totalitarismus. Er war typischerweise eine US-Bewegung, die Diktaturen, autoritäre Regime und korrupte Oligarchien unterstützte, die gewillt waren, Washingtons Parteilinie im Hinblick auf Linke, US-Konzerne, Israel, Öl, Militärstützpunkte usw. zu befolgen und die politische und wirtschaftliche US-Interessen in ihren Ländern beschützte – im Gegenzug stellte das US-Militär und der CIA ihren Machterhalt gegen den Willen ihres eigenen Volkes sicher.

Mit anderen Worten: Was auch immer die damaligen Diplomaten glaubten getan zu haben, die Kalter-Krieg-Revisionisten haben Recht bekommen. In der US-Politik ging es um Imperialismus und militärische Expansion.

Apropos die unzähligen anderen Mythen, die wir über die Sowjetunion lernten: Ich erhielt kürzlich diesen Brief von einer Leserin, eine russische Frau im Alter von 49 Jahren, die vor acht Jahren in die Vereinigten Staaten umzog und jetzt in Nord-Virginia lebt:

Ich kann mir nicht ausmalen, warum irgend jemand überrascht ist, wenn ich sage, dass ich das Leben in der Sowjetunion vermisse: Was ist so schlecht an freier Gesundheitsversorgung und Bildung, garantiertem Arbeitsplatz, garantierter freier Wohnung? Keine Miete oder Hypothek, nur Nebenkosten, doch auch sie waren subventioniert, also waren es nur ein paar Cent. Nun, um ehrlich zu sein: Es gab eine Warteliste für diese Wohnungen, einige Leute bekamen sie schneller, andere Leute mussten jahrelang warten, es kam ganz darauf an, wo man arbeitete. Und es gab keine Obdachlosen und es gab viel weniger Verbrechen. Als Erstklässlerin nahm ich öffentliche Verkehrsmittel zur Schule, die etwa eine Stunde Busfahrt entfernt war (es war eine große Stadt, etwa so groß wie Frankfurt a. M., wir wohnten am Stadtrand und meine Schule lag in der Innenstadt), und es war in Ordnung, alle anderen Kinder taten dasselbe. Können Sie sich vorstellen, das man das heute tun würde? Ich sage nicht, dass alles perfekt war, doch insgesamt ist es ein stabileres und sozial gerechteres System, fair für alle, keiner wurde zurückgelassen. Das ist es, was ich vermisse: Frieden und Stabilität, und keine Angst vor der Zukunft zu haben.

Das Problem ist, keiner glaubt es, sie sagen, dass ich eine „tovarish“ [Genossin] bin, die eine Gehirnwäsche durchlaufen hat. Ich habe früher versucht, mit Amerikanern darüber zu argumentieren, doch habe dies inzwischen aufgegeben. Sie weigern sich einfach, irgendetwas zu glauben, das dem widerspricht, was CNN ihnen ihr ganzes Leben lang sagt. Eine Frau sagte mir einmal: „Sie wissen einfach nicht, was dort los war, denn Sie hatten keine Meinungsfreiheit, doch wir konnten alles darüber in unseren Medien erfahren.“ Ich sagte ihr: „Ich war mittendrin! Ich musste darüber nicht in den Medien lesen, ich lebte dieses Leben!“, doch sie war immer noch nicht überzeugt! Sie werden nicht glauben, was sie sagte: „Ja vielleicht, aber wir haben mehr Zeug!“ Sind 50 Sorten Frühstückscerealien im Supermarkt und Walmart-Läden voller Plastikmist für Amerikaner allen Ernstes mehr wert als ein stabiles und sicheres Leben und soziale Gerechtigkeit für alle?

Natürlich gibt es Leute, die in der Sowjetunion gelebt haben, die mir widersprechen und ich habe auch mit ihnen gesprochen, doch ich finde ihre Argumente genauso dumm. Ich hörte eine russische Dame, die argumentierte, dass Stalin „30, nein 40 Millionen Menschen“ tötete. Zunächst einmal ist das nicht wahr (Ich verteidige Stalin in keiner Weise, doch ich meine, dass die Lügen und Übertreibungen in Bezug auf ihn genauso falsch sind)*. Und was hat das mit den 70er Jahren zu tun, als ich ein Kind war? Da war das Leben völlig anders. Ich habe andere Argumente gehört, wie Lebensmittelmangel (auch das ist nicht wahr; es war nicht so, dass es überhaupt keine Lebensmittel gab, es gab einen Mangel an diesem oder jenem Produkt, beispielsweise gab es an manchen Tagen keine Majonäse oder Bolognese im Laden, doch alles andere gab es!). Man kam also am nächsten Tag, oder in 2-3 Tagen wieder und die Sachen waren da. Ist das so ein großes Problem? Oder man musste anstehen, um ein bestimmtes anderes Produkt zu kaufen (wie Ravioli). Doch wie groß war ausgerechnet an diesem Tag das Verlangen nach Ravioli? Man konnte einfach etwas anderes kaufen, wie Kartoffeln, wo man nicht anstehen musste.

Ja, manchmal war es ärgerlich und ich war damals auch verärgert, doch erst jetzt ist mir klar geworden, dass ich dieses Ärgernis meinem jetzigen Leben vorziehen würde, in dem ich ständig unter Stress stehe aus Furcht, dass ich möglicherweise meinen Job verlieren könnte (wie bereits mein Mann) und in der Folge alles andere verlieren könnte – wie mein Haus. In der Sowjetunion konnte man sein Haus nicht verlieren, es gehörte einem sein Leben lang, hypothekenfrei. Erst jetzt da ich in den USA lebe, ist mir klar geworden, dass alle die sowjetischen Ärgernisse zusammengenommen nicht so wichtig waren wie die Vorteile, die wir hatten: Wohnung, Bildung, Gesundheitsversorgung, Arbeit, sichere Straßen, alle Arten von kostenlosen Aktivitäten nach der Schule (Musik, Sport, Kunst, alles was man wollte) für Kinder, daher mussten sich die Eltern nie darum sorgen, was wir den ganzen Tag machten, bis wir abends nach Hause kamen.

* Wir alle haben die Zahlen oft gehört … 10 Millionen … 20 Millionen … 40 Millionen … 60 Millionen … starben unter Stalin. Doch welche Zahl auch immer man wählt, was bedeutet sie? Natürlich starben viele Menschen unter Stalin, viele Menschen starben unter Roosevelt und viele Menschen sterben immer noch unter Bush. Sterben scheint ein natürliches Phänomen zu sein in jedem Land. Die Frage ist, wie diese Menschen unter Stalin starben. Starben Sie an den Hungersnöten, von denen die UdSSR in den 1920er und 30er Jahren geplagt war? Haben die Bolschewiken diese Hungersnöte absichtlich geschaffen? Wie? Warum? Mehr Menschen starben an Hunger in Indien im 20. Jahrhundert als in der Sowjetunion, doch niemand bezichtigt Indien des Massenmordes an seinen eigenen Bürgern. Starben die Millionen Menschen an Infektionskrankheiten in der Zeit bevor es Antibiotika gab? Im Gefängnis? An welchen Ursachen? Menschen sterben regelmäßig in Gefängnissen in den Vereinigten Staaten. Wurden Millionen tatsächlich kaltblütig ermordet? Wenn ja, wie? Wie viele waren Verbrecher, die für nicht-politische Verbrechen exekutiert wurden? Die Logistik der Ermordung von zig Millionen Menschen ist gewaltig. 5

Obama war ein Griff ins Klo, und Hillary könnte es wieder sein

Im Grunde genommen ist es egal, wen die Demokratische Partei für die Präsidentschaftswahl 2016 nominiert. Wen auch immer diese politisch regressive und moralisch bankrotte Partei wählt, wird bestenfalls eine uninspirierte und uninspirierende ZentristIn sein; in europäischen Begriffen jemand, der rechts von der Mitte steht. Der glaubt, dass das US-Imperium – trotz des zugegebenermaßen manchmal exzessiven Verhaltens – die letzte Hoffnung der Menschheit ist. Der einzige Grund aus dem ich mich mit dieser Frage so lange vor der Wahl abgebe, ist, dass die Kräfte hinter Clinton ihre Kampagne offentlichtlich bereits begonnen haben und ich die Gelegenheit nutzen möchte für den Versuch, die vielen Progressiven, die sich in Obama verliebt hatten und nun die gleiche Begeisterung für Clinton zeigen, aufzuklären. Dies schrieb ich im Juli 2007 während der ersten Tage der Präsidentschaftskampagne 2008:

Wer hat dies am 20. Juni ihrer Ansicht nach gesagt? a) Rudy Giuliani; b) Hillary Clinton; c) George Bush; d) Mitt Romney; oder e) Barack Obama?

„Das US-Militär hat seine Sache gut gemacht. Sehen Sie nur, was es erreicht hat. Es ist Saddam Hussein losgeworden. Es hat den Irakern die Möglichkeit gegeben, freie und faire Wahlen abzuhalten. Es hat der irakischen Regierung die Chance eröffnet, langsam zu zeigen, dass sie ihre Pflicht verstanden hatte, die schwierigen politischen Entscheidungen zu treffen, die notwendig waren, um dem irakischen Volk eine bessere Zukunft zu bieten. Das US-Militär hat also sein Ziel erreicht. Es ist die irakische Regierung, die darin versagt hat, die schwierigen Entscheidungen zu treffen, die für ihr eigenes Volk wichtig sind.“ 6

Genau, es war die Frau, die Präsidentin sein will, weil … weil sie Präsidentin sein will … weil sie meint, dass es nett wäre, Präsidentin zu sein … kein anderer Grund, keine brennende Sache, kein Herzenswunsch für grundlegende Veränderungen in der US-Gesellschaft oder um die Welt zu verbessern … sie denkt einfach, es wäre nett, ja großartig, Präsidentin zu sein. Und um das US-Imperium am Laufen zu halten – dass es ständig Grauen und Elend erzeugt, ist kein Problem. Schließlich möchte sie nicht gerne bekannt sein als die Präsidentin, die den Niedergang des Imperiums beschleunigt hat.

Und sie sagte die soeben zitierten Worte auf der „Take Back America“-Konferenz. Sie hielt ihre Rede vor Liberalen, engagierten liberalen Demokraten und anderen, die weiter links standen. Sie musste um sie nicht mit einer nationalistischen Prokriegsrhetorik werben; sie wollten Antikriegsrhetorik hören (und natürlich gab sie ihnen aus der anderen Seite ihres Mundes auch davon etwas), daher können wir davon ausgehen, dass sie wirklich so fühlt, falls die Frau überhaupt irgend etwas fühlt. Anzumerken wäre, dass sie vom Publikum zum zweiten Mal in Folge ausgebuht worden ist.

Überlegen Sie, warum Sie gegen den Krieg sind. Ist es nicht größtenteils wegen der entsetzlichen Leiden, die das US-Militär über die Körper und Seelen des armen irakischen Volkes gebracht hat? Hillary Clinton könnte das nicht weniger kümmern, buchstäblich. Sie denkt, dass das US-Militär „sein Ziel erreicht“ hat. Hat sie den Krieg jemals eindeutig als „illegal“ oder „unmoralisch“ bezeichnet? Ich dachte immer, dass Tony Blair ein Mitglied des rechten oder konservativen Flügels der britischen Arbeiterpartei war. Eines Tages realisierte ich schließlich, dass dies eine falsche Beschreibung seiner Ideologie war. Blair ist ein Konservativer, ein verdammter Tory. Wie er in der Labour Party landete, ist eine Sache, die ich nicht ergründet habe. Im Hinblick auf Hillary Clinton wusste ich jedoch schon lange, dass sie eine Konservative ist; mindestens seit den 1980er Jahren, als sie als Frau des Gouverneurs von Arkansas die als Contras bekannten folternden Todesschwadronen, die die Stellvertreterarmee des Imperiums in Nicaragua war, stark unterstützte. 7

Nun hören wir aus einem Leitartikel in dem ehrwürdigen konservativen Magazin der USA, William Buckley’s National Review, von Bruce Bartlett, Politikberater für Präsident Ronald Regan, führender Beamter im Finanzministerium unter Präsident George H. W. Bush, Forschungsbeauftragter bei zwei der führenden konservativen Denkfabriken, die Heritage Foundation und das Cato Institute – Sie verstehen? Bartlett erzählt seinen Lesern, dass es so gut wie sicher ist, dass die Demokraten 2008 das Weiße Haus gewinnen werden. Was soll man also tun? Den konservativsten Demokraten unterstützen. Er schreibt: „Für Rechtskonservative, die gewillt sind, hinter die scheinbar gleichen Ansichten der demokratischen Kandidaten zu blicken, ist ziemlich klar, dass Hillary Clinton die konservativste ist.“8

Im führenden US-Magazin für die reiche Konzernelite, Fortune, bildete ein Foto von Clinton kürzlich das Titelbild mit der Schlagzeile „Die Wirtschaft liebt Hillary“. 9

Zurück zu 2013: Im Oktober verkündete das Büro des Milliardärs George Soros, der seit langem mit der US-Außenpolitik arbeitet, um Regierungen zu destabilisieren, die keine Liebschaft mit dem Imperium haben, dass „George Soros glücklich ist, gemeinsam mit mehr als einer Million US-Amerikaner die Kampagne „Ready for Hillary“ zu unterstützen. 10

Für Hillary Clintons konservative Neigungen gibt es noch viele weitere Beweise, doch diejenigen die mehr brauchen, sind wahrscheinlich immer noch in Obama verliebt. Laut einem Zitat in einem neuen Buch sagte er seinen Beratern in einem Kommentar über Drohnenangriffe, dass er „wirklich gut darin ist, Menschen zu töten“. 11 Ich bin gespannt, ob Hillary den stark in Verruf geratenen Friedensnobelpreis gewinnen wird.

Es tut mir leid, wenn ich Ihnen den ganzen Spaß verderbe.

Fußnoten:

  1. Democracy Now!, “U.N. General Assembly Votes Overwhelmingly Against U.S. Embargo of Cuba”, October 30, 2013

  2. Huffingfton Post, May 3, 2012

  3. Department of State, Foreign Relations of the United States, 1958-1960, Volume VI, Cuba (1991), p.885

  4. Copies can be purchased by emailing kuchkovopole@mail.ru

  5. From William Blum, Freeing the World to Death: Essays on the American Empire (2005), p.194

  6. Speaking at the “Take Back America” conference, organized by the Campaign for America’s Future, June 20, 2007, Washington, DC; this excerpt can be heard on Democracy Now!’s website

  7. Roger Morris, former member of the National Security Council, Partners in Power (1996), p.415

  8. National Review Online, May 1, 2007

  9. Fortune magazine, July 9, 2007

  10. Washington Post, October 25, 2013

  11. Washington Post, November 1, 2013, review of “Double Down: Game Change 2012”

Quelle: National Security Agency – The only part of the government that really listens to what you have to say http://williamblum.org/aer/read/122

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