Betrachtungen über Politik und die akademische Welt: Ein Interview mit Michael Parenti

Übersetzung: Susanne Schuster, Original: Carl Boggs

Der bekannte Politikwissenschaftler Michael Parenti wurde kürzlich von einem anderen bekannten Politikwissenschaftler, Carl Boggs, interviewt. Das Interview erschien ursprünglich in dem akademischen Journal New Political Science im Juni 2012 und ist hier vollständig wiedergegeben.

Carl Boggs (CB): Ihre akademische Arbeit hat über einen Zeitraum von mehreren Jahrzehnten außergewöhnliche Anerkennung erhalten, in den USA wie auch international. Und dies trotz der Tatsache, dass Sie Anfang der Siebzigerjahre aus der Politikwissenschaft getrieben wurden und ihnen die institutionelle Unterstützung, Honorierung und Einkommen, die für die meisten Akademiker – einschließlich denen der Linken – selbstverständlich sind, größtenteils verwehrt wurden. Nun sind Sie über siebzig Jahre alt und so produktiv wie eh und je. Was ist der Schlüssel zu Ihrem Erfolg?

Michael Parenti (MP): Ich möchte sagen, eine “gesunde Lebensweise”, aber keiner würde mir glauben. Doch Spaß beiseite: Die einzigen Dinge im Leben, die ich beherrschte, waren Schreiben und Reden, also blieb ich dabei. Mein Antrieb zum Weitermachen war der Drang, inmitten der Lügen und dem Nebel der herrschenden Interessen die Wahrheit zu suchen. Meine Bemühungen führten mich immer wieder in gewisse verbotene Zonen, die nicht zu einer festen Anstellung führen. Da mir wegen meines Aktivismus und meiner ikonoklastischen Schriften eine feste Anstellung an Universitäten verwehrt wurde, widmete ich mich dem Ziel, ein öffentlicher Intellektueller zu werden. Dennoch pflegte ich weiterhin Verbindungen mit der akademischen Welt: Einige meiner Bücher werden in Studiengängen benutzt; ich gebe Gastvorlesungen an verschiedenen Hochschulen und über die Jahrzehnte hatte ich einige Einladungen als Gastdozent. Und ob Sie es glauben oder nicht: Immer wieder einmal schustere ich einen Artikel für eine akademische Aufsatzsammlung oder für ein akademisches Journal zusammen.

CB: Was mich und die meisten anderen Progressiven und Linken, die ich kenne, betrifft, so haben wir den Radikalisierungsprozess gewöhnlich im Erwachsenenalter durchgemacht. Was gab bei Ihnen den Ausschlag dafür, dass Sie sich von den etablierten Normen und der konventionellen Politik abgewandt haben? Wann in Ihrem Leben geschah das?

MP: Die Radikalität wurde mir nicht mit in die Wiege gelegt. Als Schuljunge las ich gelegentlich über politische Veranstaltungen in der New York Daily News und ähnlichen Blättern. Als Teenager an der Highschool betrachtete ich mich für kurze Zeit als Republikaner (fragen Sie nicht). Im College war ich ein Aktivist für die Liberal Party in New York City. Zu der Zeit packte mich wirklich der Bürgerrechtskampf. Die Ungerechtigkeit des Jim-Crow-Rassismus1) war einfach absolut klar. Ich glaube, ich bin weiter nach links gerückt, weil ich Gerechtigkeit mehr als alles andere liebe, mehr als Schönheit oder Liebe oder Glück an sich. Dennoch gab es Ausrutscher. Die unpolitischste Periode meines Erwachsenenlebens waren die drei Jahre, die ich an der Universität Yale als Doktorand im Fach Politikwissenschaft verbrachte – zutreffender wäre „unpolitische Wissenschaft“. Es war schließlich der Vietnamkrieg, der mich weg von einem blassen Liberalismus und hin zu einem echten Radikalismus führte. Ich begann, den Krieg zu hinterfragen, dann hinterfragte ich die Führer, die den Krieg erzeugten und dann das System, das die Führer hervorbrachte. Anfangs dachte ich, dass der Krieg ein irrationales Unternehmen, ein tragischer Fehler war. Letztendlich schloss ich, dass der Krieg durchaus rational war, ein tragischer Erfolg (oder zumindest ein teilweiser Erfolg), der globalen Konzerninteressen diente. An diesem Punkt bewegte ich mich weg von den Klagen eines Liberalen, wie schlecht die Dinge stehen, und hin zu einer radikalen Analyse, warum die Dinge sind, wie sie sind.

CB: Sie waren Mitbegründer des Gremiums für eine neue Politikwissenschaft (Caucus für a New Political Science) Ende der 1960er. Auf der Höhe des Radikalismus der Neuen Linken war das Gremium motiviert von der Hoffnung, dass eine wachsende Welle progressiver Forschung und Aktivismus einen großen Einfluss auf das Fach ausüben könnte – und es weit nach links schieben könnte. Wie denken Sie heute über die ursprünglichen Ziele des Gremiums, in Anbetracht der Entwicklungsgeschichte des Fachs?

MP: Die Ziele des Gremiums sind noch genauso erstrebenswert wie damals und immer noch nicht ganz erreicht: das Vorstoßen in verbotene Gebiete; Forschung, die kritisch, verständlich und relevant ist für den politischen Kampf und Geschichte. Im Jahr 1967 war es unvorstellbar, dass der Stand der Dinge in diesem Fach fast ein halbes Jahrhundert später so ziemlich gleich sein würde. Heute haben wir die gleiche erstickende zentristische Ideologie mit dem falschen Anspruch auf Objektivität. Die Politikwissenschaftler des Mainstreams diskutieren heute die gleichen alten Fragen über methodologische Kompetenz und Paradigmenwechsel. Woher kommt das? Die Zentristen und Konservativen kontrollieren nach wie vor die Stiftungsgremien, sie kontrollieren nach wie vor die Verwaltungen, Forschungsgelder, Ideenschmieden und akademischen Journale, genauso wie die Rekrutierung, Beförderung und Besetzung von unbefristeten Stellen. Kurz gesagt, alle Mittel zur Reproduktion der Bedingungen ihrer eigenen Hegemonie – im permanenten Streben nach einer unpolitischen Wissenschaft.

Ich erinnere mich daran, wie während der 1970er und 1980er ein radikaler Akademiker und Lehrer nach dem anderen entlassen wurde. Im Allgemeinen verlief – und verläuft – die Karriere von Mainstream-Akademikern auf der politisch sicheren Seite reibungsloser und prestigeträchtiger als die von Akademikern, die aus einer kritischen Perspektive heraus arbeiten. Dennoch ist es gut zu wissen, dass viele Radikale den Schnitt überlebt haben.

CB: Als wir vor vielen Jahren Promotionsstudenten waren, gab es heftige Debatten zwischen der „pluralistischen“ Schule, die von einer beispielhaften US-amerikanischen Demokratie überzeugt war und den Befürwortern der „Machtstruktur“, die von der marxistischen Tradition und der Arbeit von Radikalen wie C. Wright Mills beeinflusst waren. Ein seltsames Paradox ist zu beobachten: Obwohl sich oligarchische Tendenzen in der amerikanischen Gesellschaft über die Jahrzehnte verstärkt haben, hat sich die konventionelle Politikwissenschaft den Pluralismus dennoch als eine fast heilige, als selbstverständlich betrachtete Ideologie zu eigen gemacht, während kritische Perspektiven im Wesentlichen marginalisiert bleiben. Wie ist dieser bemerkenswerte Widerspruch zu erklären?

MP: Das Gleiche ist im Fach Volkswirtschaft passiert. An den volkswirtschaftlichen Fakultäten im ganzen Land ist der Marxismus verschwunden – nicht, dass er jemals ernsthaft Fuß gefasst hätte –, aber dem Keynesianismus ging es genauso! Fast alle Ökonomen an Universitäten sind jetzt Anhänger der freien Marktwirtschaft. Die ideologische Rechte war in den vergangenen fünzig Jahren außerordentlich aktiv und hat Konservative im Journalismus und Radio, in juristischen Fakultäten, in Richterposten, im öffentlichen Sektor und öffentlichen Ämtern, als Stipendiaten und College-Dozenten rekrutiert. Die Reaktionäre verstehen, dass die Menschen von Worten und Ideen bewegt und durch sie kontrolliert werden. Indessen haben die Liberalen im Hinblick auf ideologische Bildung wenig unternommen, außer diejenigen, die weiter links standen, zu unterdrücken. Bis heute führen Liberale und sogar viele „progressive Linke“ einen Krieg gegen imaginäre Horden marxistischer Ideologen, während sie selbst von der reaktionären Rechten regelmäßig ausgepeitscht werden. Die Republikaner verpassen ihnen eine heftige Tracht Prügel, aber sie reichen jenen weiterhin die Hand und träumen von Überparteilichkeit. Die Liberalen und die Demokratische Partei im Allgemeinen (mit einigen Ausnahmen) ähneln dem misshandelten Ehepartner in einer gewalttätigen Beziehung.

CB: Wo wir von Oligarchie sprechen: Die junge Occupy Bewegung basiert auf der Prämisse, dass die Konzern- und Bankeneliten (das 1 %) das Land heute mit einer wachsenden Macht und Rücksichtslosigkeit beherrschen und das, was an demokratischen Institutionen und Praktiken noch übrig ist, auf skandalöse Weise untergraben haben. Inwieweit sehen Sie diesen „neuen Populismus“ als wichtigen politischen Durchbruch – eine potenziell nachhaltige, radikale Infragestellung der Machtstruktur?

MP: Die Occupy Bewegung entwickelte sich zu einer massiven und spontanen politischen Kraft an vielen Orten, was für die Vielen, die sich allein und machtlos empfanden, sehr ermutigend war. Die Bewegung verbreitete ein schlaues Kürzel für den in den Vereinigten Staaten und andernorts geführten Klassenkrieg: Das 1 % gegen die 99 %. Jahrzehntelang haben einige von uns versucht, die Menschen dazu zu bringen, den großen Klassenunterschied – vor allem in finanzieller Hinsicht – in dieser Gesellschaft zu erkennen, und für diese Bemühungen wurden wir von denjenigen, die mit Klassenanalyse und Klassenkonflikten nichts zu tun haben wollten, als „Extremisten“ und „marxistische Ideologen“ behandelt (als ob sie dem entkommen könnten, indem es als passé erklärt wird). Und nun haben plötzlich Hundertausende Protestierende den großen Klassenunterschied klar und deutlich erkannt. Sogar einige Nachrichtenkommentatoren beziehen sich nun vorsichtig auf das 1 %. Aktuell wird die Occupy Bewegung jedoch systematisch unterdrückt von militarisierten Polizeikräften. Wenn das Volk seine Stimme erhebt, wird es verunglimpft, falsch repräsentiert und polizeilicher Gewalt ausgesetzt.

CB: Manche politischen Beobachter – darunter einige auf der Linken – sehen Parallelen zwischen der Occupy Bewegung und dem „Populismus“ der Tea-Party-Bewegung. Was ist Ihre Einschätzung?

MP: Die Tea-Party besteht aus Leuten, die ihre ansonsten legitimen Beschwerden über Steuern und Dienstleistungen in die falsche Richtung an irrelevante Feinde herantragen. Die Tea-Party-Opportunisten haben das ideologische Szenario der reaktionären Republikaner – das ihnen von den Propagandisten von Fox News und der Radio-Talkshows unentwegt eingebläut wurde – sehr internalisiert. Zu ihren „heiligen Werten“ gehören: uneingeschränkte Unterstützung für das Militär, Superpatriotismus, ein ungehemmter Konzernkapitalismus, das Recht, andere Länder willkürlich zu bombardieren, keine Trennung von Kirche und Staat, die patriarchalische Familie, Schwangerschaftspflicht, drastische Einschnitte bei staatlichen Dienstleistungen und eine mit Lust angewandte Todesstrafe. Sie glauben, dass diese „edlen Werte“ angegriffen werden von der „kulturellen Elite“, des „Ich hasse Amerika“-Haufens, den versnobten Liberalen, Sozialisten, eierköpfigen Intellektuellen, Gewerkschaftern, Atheisten, Schwulen, Feministen, Minderheiten, Einwanderern und anderen düsteren Dämonen. Die Tea-Party produziert reaktionären Populismus und rechtsgerichtete Libertät.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Tea-Party mit der Occupy-Bewegung kaum etwas gemein hat, außer dass beide Protestbewegungen sind (und selbst da wird nur eine von ihnen von den Bullen verprügelt). Vielleicht gelingt es uns eines Tages, die Mitglieder der Tea-Party zu erreichen und ihnen zu zeigen, dass sie in Wirklichkeit zum Opfer gemacht werden. Indes dürfen wir das Wesentliche nicht auf bloße Form reduzieren oder einem Wunschtraum unterliegen.

CB: Sie haben eine große Zahl von Schriften verfasst zu Fragen der globalen Macht der USA und der Dynamik des US-Imperialismus seit der Zeit vor dem 2. Weltkrieg. Es ist en vogue, auch auf der Linken, klassische Theorien des Imperialismus (wie beispielsweise jene, die von Lenin, Luxemburg und Hobson oder später von Williams und Baran/Sweezy abgeleitet sind) als altmodisch, als zu sehr auf wirtschaftlichen Faktoren beruhend zu verwerfen. Was sehen Sie als Hauptursachen für US-Militärinterventionen?

MP: Zu sagen, dass globale US-Interventionen von wirtschaftlichen Faktoren motiviert sind, bedeutet nicht, dass die Aneignung von Ressourcen der hauptsächliche oder einzige Faktor in der Vergrößerung des Imperiums ist. Das Ziel des Imperialismus ist und bleibt das Streben nach Vorherrschaft über andere, um sich ihr Land, ihre Arbeitskraft, Bodenschätze, Märkte und Kapital anzueignen. Das ergänzende Ziel ist, jeden Führer, jede Regierung oder Bewegung zu stürzen und zu zerstören, die einen alternativen Weg (gewöhnlich ein mehr gemeinschaftlicher oder kollektivistischer Weg) außerhalb des globalen imperialen Systems suchen. Solche Leute müssen lernen, dass ihr Land nicht ihnen gehört; es gehört dem Imperium und seinen transnationalen Konzernen.

Das US-Imperium kennt nur zwei Arten von Nationen jenseits seiner Grenzen: (1) Satelliten (auch “Klientenstaaten” genannt), die politisch fügsam und vollkommen offen für ausländische Enteignung sind, einschließlich unsere Verbündeten, die in wirtschaftlicher Hinsicht an die westlichen Konzernkreise gebunden sind und die in den meisten Angelegenheiten mit Washington kooperieren; und (2) Feinde oder potenzielle Feinde, Länder, die eine unabhängige und eigenständige Entwicklung außerhalb des globalen Systems des freien Marktes verfolgen, „lästige“ Länder wie Jugoslawien, Irak, Kuba, Panama (unter Noriega), Haiti (unter Aristide), Nicaragua (unter den Sandinisten), Libyen (unter Gaddafi), Venezuela (unter Chavez) und man könnte noch viele weitere nennen.

Statt sich über die wirtschaftlichen Imperative des Imperiums zu informieren, behaupten zeitgenössische Autoren, wie Chalmers Johnson, dass es bei Imperialismus nur um Vergrößerung, Macht um der Macht willen, Militärstützpunkte und messianische Vorherrschaft geht – als ob all diese Dinge und Wirtschaftsimperialismus sich gegenseitig ausschlössen. Ein wesentliches Ziel dieser Autoren ist, eine intelligente Diskussion über die zugrundeliegenden Imperative der den Klasseninteressen dienenden Klassenmacht zu vermeiden. Sie schreiben kaum darüber, wie Macht (in den Händen einer winzigen Minderheit) dazu benutzt wird, Reichtum zu akkumulieren und wie Reichtum dazu benutzt wird, Macht zu sichern. In einem meiner Bücher nenne ich sie die „ABC-Theoretiker“ (Anything But Class, alles außer Klasse – d. Ü.)

CB: Viele zeitgenössische Kritiker der US-Außenpolitik – hierbei denkt man sofort an Chris Hedges und Andrew Bacevich – haben geschrieben, dass sich die globale Macht der USA ernsthaft im Niedergang befindet, dass die weltweite Interventionsfähigkeit Washingtons von einer zunehmenden wirtschaftlichen Schwäche und einer zu ehrgeizigen internationalen Ausdehnung kompromittiert worden ist. Wir haben es mit dem Gespenst eines zunehmend geschwächten imperialen Riesens zu tun, der nicht länger in der Lage ist, seine Supermacht-Ambitionen zu verfolgen. Wie sehen Sie diese Kritiker?

MP: Ich möchte gerne glauben, dass sie Recht haben, doch in Wirklichkeit gibt es nicht viele Beweise dafür, dass das US-Imperium wackelt. Das Imperium hat mehr und besser ausgestattete Militärstützpunkte auf der Erde als je zuvor. Es hat eine größere einsatzbereite Zerstörungskraft und mehr Reserven des „weichen Imperialismus“ als je zuvor. Es hat mehr Märkte und ressourcenreiche Gebiete durchdrungen als je zuvor. Es hat in zahlreichen Ländern Führer und organisierte Bewegungen vernichtet, die einen egalitäreren und unabhängigeren Weg einschlagen wollten. Das Imperium hat seine Einflusssphäre auf der Erde ausgedeht, mit einem Erfolg nach dem anderen – aber auch mit einigen Pattsituationen wie in Afghanistan. Auch wenn das Imperium Niederlagen erleidet, gewinnt es danach womöglich noch an Macht. Man sehe sich die Niederlage der USA in Vietnam an: Seitdem ist das US-Imperium noch mächtiger geworden. Jedes Jahr wird ihm ein noch gigantischeres Militärbudget zugewiesen, aktuell von Präsident Obama, der stramm steht und dem Pentagon seine Ehrenbezeigung erweist, stets dienstbereit.

Natürlich ist es auch zutreffend, dass das Imperium von der Republik lebt. Alle seine Ausgaben werden von der Republik getragen. Es frisst am Futtertrog der Öffentlichkeit auf Kosten der zivilen Gesellschaft. Nicht das Imperium befindet sich in einem dramatischen Niedergang, sondern die Republik. Doch es ist wie bei allen Parasiten: Wenn das Imperium zu erfolgreich und zu hemmungslos ist in seiner parasitischen Existenzweise, wird es schließlich seinen Wirt und sich selbst töten. Im Augenblick profitiert es von einem militärischen Keynesianismus, eine öffentliche Ausgabenpolitik, welche die Wirtschaft der Republik und die Profite der US-Konzernkreise (auf eine verzerrte Weise) stärkt.

CB: In Ihrem Buch To Kill a Nation [Wie man eine Nation tötet] konzentrieren Sie sich auf die vielen von US- und NATO-Kräften verübten Verbrechen während der fast drei Monate dauernden Luftangriffe auf Jugoslawien, denen etwa ein Jahrzehnt vorausging, in dem man mit wirtschaftlichen, politischen und militärischen Mitteln versuchte, das Land als eine vereinte Nation zu zerstören. Ihr Buch erregte starke Empörung unter vielen Linken wie auch Liberalen, die die westliche Dämonisierung von Serben als die einzige Partei, die während des langen und blutigen Bürgerkrieges Gräueltaten begangen hat, unkritisch akzeptierten. Meine eigene, generell positive Rezension Ihres Buches löste die gleichen harschen Reaktionen aus. Wie kam es Ihrer Meinung nach, dass US-Progressive, die US-Interventionen im Ausland normalerweise kritisieren, im Fall Jugoslawien plötzlich so kurzsichtig waren?

MP: Die meisten US-Linken möchten sich denjenigen öffnen, die weiter rechts stehen, und diejenigen meiden, die weiter links stehen. Ihre wichtigste Leidenschaft ist anscheinend, einen Krieg gegen den Kommunismus zu führen, oder was sie „Stalinismus“ nennen, ein größtenteils undefinierter und ziemlich überholter Dämon. Ich rede von Leuten auf der intellektuellen und sektiererischen Linken, nicht die Reaktionäre von der Tea-Party. Viele der Linksliberalen sahen Milosevic als den letzten Stalinisten in Europa, den man erledigen musste. Also schluckten sie bereitwillig die fabrizierten Geschichten in den Massenmedien über völkermordähnliche Gräueltaten, die angeblich von den Serben begangen wurden. Sie standen Schulter an Schulter mit NATO, der CIA, dem Pentagon, dem Weißen Haus und den Mainstreammedien, genau die üblichen Verdächtigen, denen wir natürlich nie trauen sollten. Sie glaubten jede dämonisierende Geschichte über die Serben, mit denen man sie fütterte. Um nur ein Beispiel zu nennen: Sie glaubten, dass 100 000 Menschen im Kosovo von den Serben abgeschlachtet wurden und dass die Bergwerkstollen in Trepca angefüllt waren mit Leichen. Keine solchen Massengräber wurden gefunden und in den Schächten von Trepca wurde nicht mal ein Schuh oder eine Gürtelschnalle gefunden. In Wirklichkeit war die serbische Republik diejenige mit der größten multi-ethnischen Bevölkerung, einschließlich Kroaten, Albaner und Slovenen; die Serben frönten nicht der ethnischen Säuberung und ganz bestimmt nicht dem Völkermord. Die während des Krieges nach Süden flüchtenden Kosovaren erklärten öffentlich, dass sie vor den Bombardierungen der NATO flohen und nicht vor einer serbischen Offensive. Alle Zitate stehen in To Kill a Nation und fast alle davon stammen aus westlichen Quellen, etwa der Vereinten Nationen und sogar der NATO.

Das Szenario ist bekannt: US-Führer dämonisieren den ins Visier genommenen Führer, in diesem Fall den demokratisch gewählten Milosevic und dies gibt ihnen die Berechtigung, sein Volk zu bombardieren – zudem mit abgereichertem Uran. In meinem Buch The Face of Imperialism [Das Gesicht des Imperialismus] nenne ich es „Privatisierung durch Bomben“. Einige Wochen nach der 78 Tage dauernden Bombardierung war ich in Serbien und stellte fest, dass nur Fabriken, Versorgungsbetriebe, Hotels und dergleichen bombardiert wurden, die im Besitz des Staates oder der Arbeiter waren. Das im Privatbesitz stehende Hilton Hotel und andere Privatunternehmen bekamen nicht mal einen Kratzer ab.

Das Ungewöhnliche ist, dass so viele Linke auf dieses Szenario eines „humanitären Krieges“ hereingefallen sind. Wie ich schon sagte, glaube ich, dass einige von ihnen gegen das Gespenst Stalins kämpfen, ganz besessen von ihrem reflexartigen Anti-Kommunismus. Die Serben waren das Ziel der US-Imperialisten, weil sie die größe ethnische Gruppe waren, die am meisten gegen die Abspaltung waren und mit einer Arbeiterklasse, die sozialistischer eingestellt war als in allen anderen jugoslawischen Republiken.

CB: Der Prozess der Globalisierung wird im Diskurs des Mainstreams (und der konventionellen Politikwissenschaft) als so etwas wie eine Naturerscheinung dargestellt – eine unvermeidliche Tendenz der Weltwirtschaft zu verstärkter Integration, transnationaler Kommunikation, Wohlstand und (in einigen Interpretationen) Demokratie. Sie haben dagegen geschrieben, dass die Globalisierung kein unaufhaltsamer Prozess ist, sondern vielmehr von multinationalen Konzerninteressen bewusst geplant ist, um die Sphäre kapitalistischer Märkte und Profite auszudehnen, wodurch aus ihr alles andere als eine Entwicklung wird, die wirtschaftlichen Erfolg und politische Demokratie fördert. Können Sie dieses Argument näher ausführen?

MP: Ein Kapitel in The Face of Imperialism behandelt die Globalisierung, und auf ein paar Seiten kritisiere ich diejenigen Marxisten, die anscheinend nicht begriffen haben, was Globalisierung ist. Viele Marxisten (aber nicht alle), wie Konservative, haben nicht begriffen, worum es bei dem Kampf im Wesentlichen geht. Sie sehen Globalisierung nur als Prozess expandierender Investitionen, was von Marx und Engels vor langer Zeit beschrieben wurde – warum also sich aufregen. Doch diejenigen von uns, die wirklich etwas über die Agenda des freien Handels wussten – einschließlich Bauern, Arbeiter, Studenten und Intellektuelle auf der ganzen Welt –, verstanden, dass öffentliche Dienstleistungen unter den Freihandelsabkommen im Zuge der Globalisierung verdrängt werden können, weil sie „verlorene Marktchancen“ darstellen. Gesetze zum Schutz der Umwelt oder der Arbeiter sind in vielen Ländern aufgehoben worden, weil sie „den freien Handel behindern“. Die Globalisierung monopolisiert die Produktion, indem Schutzmaßnahmen für kleine Produzenten und Bauern abgeschafft werden und diese dann von stark subventionierten Konzernen unterboten und vertrieben werden.

Ebenfalls abgeschafft wird die Demokratie selbst, das Recht, Gesetze zu haben, die einen Soziallohn, Gesundheits- und Sozialdienstleistungen und die lokale Wirtschaft schützen. Die Globalisierung stellt Investorenrechte über alle anderen Rechte. Die Globalisierung versucht überdies, die Natur selbst zu monopolisieren, indem es Konzernen erlaubt wird, exklusive Ansprüche auf die grundlegenden Lebensressourcen zu erheben, etwa Saatgut, Reis und Mais, und sogar Regenwasser. Das ist kein Freihandel, sondern Monopolinvestition. Die Ergebnisse sind katastrophal für Dritte-Welt-Nationen und nicht gut für uns, außer dem 1 %.

CB: Die schwere Wirtschaftskrise, die wir in den USA – und weltweit – in den vergangenen Jahre erlebt haben, wird oft entweder als ein vorübergehender Abschwung oder eine Konjunkturanpassung in einem ansonsten gesunden, dynamischen wachstumsorientierten „Markt“-System gesehen. Denn auf frühere Krisen folgte üblicherweise eine längerfristige Aufschwungsphase. Weist die gegenwärtige Krise neue, strukturell tiefergehende und längerfristige Merkmale auf?

MP: Rezessionen sind schwierig und schmerzhaft für uns, aber keine so schlechte Sache für US-amerikanische Konzernkreise. Eine Rezession ermöglicht es gigantischen Firmen, kleinere Firmen (oder andere Giganten) leichter zu schlucken, dadurch nimmt die oligopolistische Konzentration zu und der Wettbewerb nimmt ab. Die Profite fließen weiterhin, während die Steuerlast für Konzerne immer leichter wird (wie sogar das Wall St. Journal jüngst berichtete). Eine Rezession zähmt oder zerstört Gewerkschaften. Auch die Öffentlichkeit lernt Bescheidenheit. Das 1 % will keine Öffentlichkeit, die eine gute Bildung hat und gut informiert ist, frei von Schulden ist, sich organisieren und Forderungen stellen kann, von einem starken Anspruchsdenken und hohen Erwartungen geleitet ist und gemeinnützige soziale Programme und Dienstleistungen unterstützt. Rezessionen lehren die arbeitende Öffentlichkeit oft, unten zu bleiben und immer härter für immer weniger Lohn zu arbeiten. Krisen, Panik, Rezessionen und Armut sind die alltäglichen Bedingungen des Freimarkt-Kapitalismus, und nicht die seltene Ausnahme. Sehen Sie sich um in der Welt (um nur einige Beispiele zu nennen): das kapitalistische Nigeria, das kapitalistische Indonesien, das kapitalistische Ungarn, das kapitalistische Bosnien, das kapitalistische Haiti, das kapitalistische Honduras und das zukünftige kapitalistische Libyen.

Doch der Kapitalismus ist auch eine sich selbst verschlingende Bestie. Eine – sogar von Marxisten – selten erwähnte Funktion des kapitalistischen Staates ist, den Kapitalismus vor den Kapitalisten zu schützen. Wenn das 1 % in seinem rasenden Jagen nach Profit und in seiner wilden Entschlossenheit, alle Verordnungen und Einschränkungen zurückzunehmen, zu erfolgreich ist, kann es gut sein, dass es sein eigenes System zerstört. Die Plutokraten werden alles und jeden in Sichtweite ausplündern, auch andere Kapitalisten. Wenn man in diesen Hexenkessel dann noch die weltweite Umweltkrise wirft, kann es durchaus sein, dass wir auf eine monumentale Katastrophe zusteuern. Mittendrin haben wir einen Präsidenten (Obama), der ständig das Militärbudget erhöht und nun Milliarden Dollar ausgibt, um den ersten (und äußerst gefährlichen) Atomreaktor in Jahrzehnten zu bauen, stolz verkündend: „Ich glaube an die Atomkraft.“

CB: In Ihrem Buch Contrary Notions [Konträre Begriffe] schrieben Sie: „Die wichtigen legitimierenden Symbole unserer Kultur werden vermittelt durch eine soziale Struktur, die größtenteils kontrolliert wird von zentralisierten, vermögenden Organisationen. Die gilt vor allem für unser Informations-Universum, dessen Massenmarkt weitgehend von Medienkonzernen monopolisiert wird.“ Dies bietet eine ziemlich monolithische Sicht der Medienkultur in den USA. Sehen Sie irgendwelche Anzeichen, oder Quellen, für Risse in diesem System – für einen Bruch mit der hegemonialen Ordnung?

MP: Die Massenmedien sind nicht ganz so reaktionär, wie die Besitzer der Medienkonzerne es gerne hätten. Alle Arten von Informationen sind auf den hinteren Seiten der New York Times, des Wall St. Journal und anderen Mainstream-Publikationen vergraben – oder man findet sie sogar direkt in den Schlagzeilen. Manches davon kann ziemlich aufschlussreich sein, wenn man weiß, wie die Punkte miteinander zu verbinden sind. Lästige Ereignisse durchdringen den Nebel: Rezessionen, Armut, enorme öffentliche Verschuldung, schreckliche Militärinterventionen, korrupte Parlamentarier, stehlende Finanziers, Auslieferungen und Folter, beispiellose Naturkatastrophen; doch das sind nicht Dinge, die wir Linken originellerweise aus unseren radikalen Hüten ziehen. Es gibt sie wirklich. Die Realität ist radikal. Die Medien müssen oft etwas über diese unangenehmen Realitäten berichten und wenn sie das tun, sind die reichen Reaktionäre davon überzeugt, dass es „voreingenommene, liberal gesinnte Medien“ gibt, die versuchen, die kapitalistische Gesellschaft schlecht aussehen zu lassen.

Was die “Risse” im Kommunikations-Universum betrifft, so gibt es mehrere Hundert nicht auf Gewinn ausgerichtete Gemeinde- und Campusradiostationen, auf denen gelegentlich eine Dissidentenstimme zu hören ist. Ich gebe etwa 35 Radiointerviews im Jahr auf kleinen Stationen im ganzen Land, die ein sehr kleines Hörpublikum haben. Es gibt außerdem ein paar unterfinanzierte Zielgruppenmagazine mit einer winzigen Auflage, die einige linke Perspektiven bieten. Dann ist da noch das Internet, mit den Mängeln seiner eigenen Tugenden, mit Webseiten und Blogs, die das gesamte politische Spektrum abdecken, und Hunderte selbsternannter Kolumnisten und Kommentatoren aller politischen Schattierungen.

Doch die Kapitalistenklasse und ihre Gefolgsleute kontrollieren fast das gesamte Kommunikations-Universum. Sich ein größeres Publikum zu verschaffen ist ein schwerer Kampf, wenn man keinen Zugang zu großen Medien hat. Ich spreche aus eigener Erfahrung. Ich habe auf meiner Webseite gewöhnlich 100 000 Zugriffe pro Monat, während Glenn Beck2) Millionen Zugriffe bekommt und viele Millionen Zuschauer und Zuhörer hat (und Millionen Dollar verdient). Ist er wirklich so viel intelligenter und besser informiert als der Rest von uns? Oder ist er einfach ideologisch korrekt und wird daher von den Interessen der Superreichen besser vermarktet? Das Internet bietet also ein Forum, doch – angesichts der ungleichen Verteilung der finanziellen Ressourcen – es ist schwierig, faire Bedingungen zu schaffen.

CB: In Ihrem Buch God and His Demons [Gott und seine Dämonen] schreiben Sie: „Gottes Wunder wirken nie mysteriöser – und schädlicher – als bei der Verbreitung der Religion selbst. Viele glauben, dass Religion der große Vorläufer moralischer Tugenden ist, doch wenn man sich die eigentliche Geschichte anschaut, kommt man nicht umhin festzustellen, wie häufig die Religion als Instrument für die Förderung von Intoleranz, Autokratie und Gräueltaten gedient hat.“ Inwieweit hat diese Art von religiösem Dogmatismus den aktuellen Rechtstrend in der US-Politik beeinflusst, in dem christliche Fundamentalisten (unter anderen) vollkommen bessessen zu sein scheinen von einer Kombination aus gerechtem Moralismus, nationalistischer Fremdenfeindlichkeit und politischem Autoritarismus?

MP: In God and His Demons stelle ich fest, dass viele fundamentalistische Gruppen einer „gottlosen“ säkularen Demokratie völlig feindselig gegenüberstehen; sie sind kompromisslose totalitäre Theokraten und sagen das auch offen. Sie haben sich dem Ziel verschrieben, die verschiedenen Institutionen dieses Landes zu unterwandern. Vor etwa 25 Jahren wurde ich von der U.S. Air Force Academy eingeladen, dort einen Vortrag zu halten. Das politikwissenschaftliche Institut der Academy benutzte mein Lehrbuch Democracy for the Few [Demokratie für die Wenigen]. Das ist kein Witz. Mir hat es dort gut gefallen und ich habe einige nette Leute kennengelernt. Heute dagegen würde man mich nicht mehr durch das Tor lassen. Die Academy wurde von protestantischen Fundmentalisten übernommen, wie auch andere Militärzentren und –stützpunkte im ganzen Land. Die fundamentalistischen Kirchgänger haben generell eine aktive Rolle dabei gespielt, den politischen Diskurs mit theokratischen Werten anzufüllen, vor allem unter solch reaktionären Präsidenten wie Reagan und George W.

Der klarste Fall einer theokratischen Einmischung in die weltliche Politik war die Zerstörung der Befreiungstheologie in ganz Lateinamerika durch Papst Johannes Paul II, eine vom CIA unterstützte Unterdrückung, über die mehr gesagt werden müsste als was ich auf ein paar Seiten in meinem Buch geschrieben habe. Natürlich entsteht dabei ein zirkulärer Effekt. Die säkularen Reaktionäre finanzieren die Fundamentalisten auf jede mögliche Weise und setzen einige von ihnen sogar in öffentliche Ämter. So hat die Kirche eine Auswirkung auf den Staat und der Staat stärkt die Kirche, ein nettes reaktionäres Paar, eine Verbindung, die im Himmel geschlossen wurde – oder eher woanders.

CB: Kommen wir wieder zurück zur Occupy Bewegung und ihre vielen Ableger. Können wir hier einen Anlass zum Optimismus finden zu einer Zeit, in der unsere Erfahrung mit anderen aktuellen sozialen Bewegungen nicht sehr positiv ist? Populäre Aufstände, die sich zum Beispiel auf globale Gerechtigkeit, Antikriegspolitik (Irak) und Einwanderungsrechte gründen, sind im Allgemeinen ins Stocken geraten und haben darin versagt, eine starke politische Stimme oder Präsenz zu etablieren. Ist etwas an diesem neuen Aufstand völlig anders – anders genug, um Anlass zu geben für einen wiedererstarkten Optimismus?

MP: Das ist eine Frage für die Zauberkugel. Wer kann das schon sagen? Ich würde das, was ich vorher über das Imperium gesagt habe, relativieren. Es ist zwar furchtbar mächtig, aber weder unbesiegbar noch allmächtig. Es hat Siege und Veränderungen gegeben. In meinem Leben habe ich gesehen, wie Jim Crow von seinem Sockel gestoßen wurde. Ich habe eine Friedensbewegung gesehen, die den US-Krieg in Indochina schließlich fast gelähmt hat und im Heimatland einen Umbruch anstieß, der unsere Institutionen und unser Leben bis ins Mark erschütterte. Es hat drastische Verbesserungen für Feministen und Schwule gegeben, und nun ist mit der Occupy Bewegung der Klassenkampf neu entbrannt. Niemand erwartete den Sturz Mubaraks in Ägypten, nicht einmal die Ägyptologen und Nahost-Experten. Falls doch, haben sie es für sich behalten. Alles mag hoffnungslos erscheinen und dann entdecken die Menschen plötzlich etwas in sich selbst und einander, und die Demokratie ist auf der Straße unterwegs.

Der beste Ansatz stammt wahrscheinlich von Antonio Gramsci, der sagte: “Pessimismus des Verstandes, Optimismus des Willens.” Das heißt, wir müssen uns damit auseinandersetzen, wie trostlos unsere Situation sein kann und uns keinerlei Illusionen darüber machen, womit wir es zu tun haben, aber wir müssen auch weiterkämpfen, als ob es einen Unterschied machte und eine Auswirkung hätte – denn manchmal hat es das.

Abschließend möchte ich Carl Boggs für seinen Einsatz bei der Zusammenstellung dieses Interviews danken. Es ist ein Privileg, von jemandem seines Kalibers interviewt zu werden

Michael Parentis zuletzt veröffentlichtes Buch ist The Face of Imperialism (Paradigm, April 2011). Mehr Informationen findet man auf http://www.michaelparenti.org.

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1) Laut Loïc Wacquant stammt die Bezeichnung „Jim Crow“, Jim, die Krähe, aus einem seit dem 19. Jahrhundert in England und den USA sehr populären Lied und einem Tanz gleichen Titels, in dem schwarz geschminkte weiße Schauspieler durch Tanz und Gesang afroamerikanische Sklaven in herabwürdigender Weise „nachäfften“.

2) Glenn Beck ist ein amerikanischer Talkradio- und Fernsehmoderator. Er gilt als ein prominenter und besonders radikaler Vertreter der amerikanischen Rechten.

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